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Vom Bettvorleger zum „teuersten Teppich der Welt“ – Die vertragliche Risikoverteilung von Informationsungleichgewichten im Kunsthandel

DOI https://doi.org/10.15542/KUR/2016/6/3

Benjamin Raue


Beim Kunstkauf herrscht oft ein Wissensgefälle. Meist ist der Käufer schlechter informiert und zahlt zu viel für Werke fragwürdiger Provenienz. Gelegentlich entdeckt aber auch ein Kaufinteressent seltene, kostbare Originale unter Alltagsgegenständen, die er unter spektakulären Preissteigerungen weiterverkaufen kann. Oft folgen Gerichtsprozesse, bei denen sich dann die schwierige Frage stellt, ob der Verkäufer die Transaktion rückgängig machen darf, weil er sich geirrt hat oder weil ihn der Verkäufer hätte aufklären müssen. Der Beitrag untersucht die zugrundeliegenden ethischen, ökonomischen und rechtlichen Prinzipien.

* Prof. Dr. Benjamin Raue ist Inhaber der Professur für Zivilrecht, insbesondere Recht der Informationsgesellschaft und des Geistigen Eigentums an der Universität Trier. Der Beitrag beruht auf einem Vortrag auf der Tagung „Kunst, Provenienz und Recht – Herausforderungen und Erwartungen“, die vom Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“, von der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät und der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn am 13./14.6.2016 durchgeführt wurde.

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